Die Gruppe untersucht die Differenzierung von Stammzellen in vitro und ist hauptsächlich an der chondrogenen und nephrogenene Differenzierung interessiert. Embryonale Stammzellen (ES-Zellen) sind undifferenziert und pluripotent und haben die Eigenschaft, in Zellen aller drei Keimblätter sowie Keimzellen zu differenzieren. In vivo kann man die Zellen zur Generierung genetisch veränderter Mäuse verwenden. In vitro differenzieren sie spontan in viele Zelltypen, wenn sie als embryoid bodies (EBs) kultiviert werden.

Das Modelsystem der ES-Zelldiferenzierung ermöglicht die Untersuchung des Einflusses exogener Faktoren auf die Differenzierung, wie Wachstumsfaktoren und Signalmoleküle. Durch Differenzierung genetisch veränderter ES-Zellen kann die Funktion spezifischer Gene während der Differenzierung ananlysiert werden. Induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) generiert von Patienten mit genetisch verursachten Erkrankungen, wie z. B. 'Osteogenesis imperfecta' (OI) oder 'polycystic kidney disease' (PKD) sind momentan im Fokus der Untersuchungen. Zusätzlich werden auch adulte Stammzellen aus verschiedenen Geweben charakterisiert, z. B. wird die Rolle von Stromazellen während des akuten Nierenversagens mit Hilfe eines Tiermodells untersucht.